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Scheinträchtigkeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Scheinträchtigkeit – auch Lactatio sine graviditate, Pseudogravidität oder Lactatio falsa – wird eine hormonell bedingte Verhaltensweise weiblicher Hunde und einiger anderer Tierarten bezeichnet.

Vier bis acht Wochen nach der Läufigkeit kann es bei der Hündin zu einer Scheinträchtigkeit kommen. Obwohl sie nicht gedeckt wurde, zeigt sie Verhaltensmuster und körperliche Veränderungen einer trächtigen Hündin:

  • Die Milchdrüsen schwellen an, und es wird Milch produziert.
  • Die Hündin zeigt eine verstärkte Anhänglichkeit.
  • Sie wird unruhig und beginnt „Nester“ zu bauen, speziell an ruhigen Orten (Bett, Couch). In der 8. bis 9. Woche nach der Läufigkeit, also zu der Zeit, in der sie im Falle einer Befruchtung geworfen hätte, beginnt sie, Ersatzwelpen (Spielzeug, Stofftiere) zu bemuttern und verschleppt sie in ihr „Nest“. Nimmt man ihr diese Spielzeuge weg, kann das Tier mit Aggression reagieren. Die Scheinträchtigkeit hat eine mittlere Dauer von zwei bis vier Wochen.

Biologische Ursachen der Scheinträchtigkeit

Bei den Vorfahren der Hunde, den Wölfen, hat die Scheinträchtigkeit durchaus Gründe:

Wölfe leben im Rudel in einer Familienstruktur. Nur die Leitwölfin (alpha-Hündin) wird gedeckt und bekommt Junge. Zur Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit ist es sinnvoll, dass die Welpen vom gesamten Rudel versorgt werden. Daher kümmern sich die anderen Wölfinnen, meist Schwestern der alpha-Tiere, um den Nachwuchs und säugen ihn. Soziobiologisch nennt man solche Systeme „Helfer-am-Nest“-Systeme: Individuen erhöhen ihre indirekte Fitness, indem sie bei der Aufzucht der Jungen verwandter Individuen helfen. Aus diesem Grund müssen sie zur Milchbildung fähig sein, ohne tatsächlich geworfen zu haben. Verursacht wird das Symptom durch den Anstieg des Hormons Prolaktin in der Phase der Nachbrunst, welches auch bei der trächtigen Hündin die Funktion der Gestagene ersetzt. Somit befinden sich Hündinnen mit einer Pseudogravidität zum Zeitpunkt 60 Tage nach ihrer Läufigkeit in der gleichen hormonellen Situation wie ein tatsächlich gravides Tier. In freier Wildbahn garantiert die Tatsache, dass Hunde einen ausgeprägt saisonabhängigen Sexualzyklus besitzen (saisonal monoöstrisch), die Gleichzeitigkeit des Werfens der Welpen und des Angebotes an Ammen für die Jungen.

Maßnahmen

Ursächlich kann das Symptom mittels Prolaktin-Antagonisten (Cabergolin) wirkungsvoll vom Tierarzt behandelt werden. Daneben können die Verhaltensmuster des Tieres beeinflusst werden:

  • Der Hündin sofort jeglichen Welpenersatz wegnehmen.
  • Sie nicht bemitleiden und verhätscheln, da sonst das Muttergefühl stärker wird.
  • Sie viel ablenken (z. B. häufiger als sonst spazieren gehen).
  • Die Hündin nicht das Gesäuge lecken lassen oder gar selbst massieren, da dadurch die Milchproduktion angeregt wird.
  • Die psychische Komponente muss der Mensch übernehmen, das heißt, man muss der Hündin quasi „ausreden“, Mutter zu sein und Junge zu haben.
  • Leidet die Hündin körperlich stark unter der Scheinträchtigkeit bzw. treten Komplikationen regelmäßig nach der Läufigkeit auf, ist unter Absprache mit dem Tierarzt eine Kastration des Tieres eventuell geraten.

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